Ein Zuhause für junge Menschen Angebote für Kinder, Heranwachsende und Familien

Haus Zühlen 1

ADS/ADHS - Schulverweigerer Frühkriminalität Dissozialität

Die Pädagogische Außenwohngruppe §27, 34 und 42 und §35 und 35a SGB VIII.
10 Plätze, koedukativ 6 Mitarbeiter/-innen. Alter: Kinder und Jugendliche.
ADS/ADHS Schulverweigerer, Frühkriminalität, Dissozialität

Zu den einzelnen Betreuungsformen existieren Leistungsbeschreibungen, die genauere Auskünfte über das jeweilige Betreuungsangebot enthalten. 

Anschrift Kinder und Jugendheim „Haus Zühlen 1“
Zühlen 2
39619 Arendsee/OT Zühlen
Träger Jule GmbH & Co KG
Dorfstraße 9
39619 Arendsee/OT Mechau
Tel.: 03 90 36/9 70 32
Fax: 03 90 36/9 70 38
Aufgabenbereich Hilfen zur Erziehung und Förderung junger Menschen
nach dem SGB VIII
Differenzierung Stationärer Bereich: 10 Plätze
Fachleistung Sozialpädagogik
Fachleistung Einzeltherapeutische Förderung/Familientherapie
Zielsetzung Familiäre und soziale Reintegration, Verselbständigung
Zielgruppe Junge Menschen ab Schulpflicht, die Hilfen nach dem SGB VIII benötigen (ab 6 bis 14 Jahre) ADS und ADHS Schulverweigerer
Umsetzung Im Rahmen individueller Hilfeplanung nach § 36 SGB VIII
Richtlinien für die Arbeit Betriebserlaubnis, Leistungsbeschreibungen und Qualitätsentwicklungsvereinbarungen für die einzelnen Leistungsbereiche, Heimrichtlinien, Konzeption
Qualifikationen der
Mitarbeiter/-innen
Dipl.-Sozialpädagogen, Dipl.-Sozialarbeiter, staatlich anerkannte Erzieher, Heilpädagogen, Dipl.-Pädagogen, Ergotherapeuten, Dipl. Psychologen
Finanzierung Entgeltvereinbarungen für die einzelnen Leistungsbereiche,
Vereinbarungen über Fachleistungsstunden

Standort und Lage

Die Einrichtung liegt in ruhiger, ländlicher Lage mit guter Verkehrsanbindung (Nähe B 190) in der Gemeinde Thielbeer OT Zühlen, im Altmarkkreis Salzwedel, Nähe Arendsee. Das Grundstück hat eine Größe von 7.188 m².

Leistungen im Haus Zühlen 1

Im Jugendhilfeverbund Jule GmbH & Co KG „ Haus Zühlen 1“ können bis zu 4 Kinder und Jugendliche beiderlei Geschlechts pädagogisch im Rahmen des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (KJHG) in unterschiedlich konzipierten Maßnahmen ambulant, teilstationär oder stationär gefördert werden.

In der „Pädagogischen Wohngruppe“ betreuen wir Jungen und Mädchen sowie Jugendliche die in Ihrer sozialen und/ oder persönlichen Entwicklung derart beeinträchtigt sind, dass sie einer besonderen schulischen sowie sozialpädagogischen Begleitung und Förderung zur adäquaten Persönlichkeitsentwicklung bedürfen.

Gesetzliche Grundlagen der Förderung

  • § 27 SGB VIII Hilfe zur Erziehung
  • § 34 SGB VIII Heimerziehung/sonstige betreute Wohnformen
  • § 39 Schulgesetz LSA

Entgeltsätze

Die Entgelte für die einzelnen Leistungen werden gemäß § 78 SGB VIII mit dem Landkreis Salzwedel vereinbart.

Entgelte für individuelle Sonderleistungen (Fachleistungsstunden, z.B. Reittherapie), die nicht Bestandteil der Entgeltvereinbarungen sind, werden gesondert mit dem Landkreis Salzwedel vereinbart.

Pädagogisches Grundverständnis

Der Jugendhilfeverbund Jule GmbH & Co KG will für alle von ihm betreuten und geförderten jungen Menschen und damit auch deren Familien eine ihrer Lebenssituation angemessene Hilfestellung bieten. Grundlegende Ziele unserer pädagogischen Arbeit sind die Ermöglichung der Rückkehr des Kindes in die Familie, die Förderung der Selbstständigkeit und eigenverantwortlicher Lebensführung, gegebenenfalls zum Ende der Betreuung die qualifizierte Weitervermittlung der von uns betreuten Kinder. Durch eine gemeinsame Konzeption, sorgfältige Mitarbeiterauswahl, die individuelle Hilfeplanung und durch die kooperative Zusammenarbeit aller am Erziehungsprozess beteiligten Personen, streben wir die Umsetzung dieser Ziele an.

Als einen zentralen Bestandteil unseres Auftrages sehen wir die alltägliche, menschliche und fachlich fundierte Auseinandersetzung mit den Bedürfnissen des Einzelnen im Kontext seines individuellen Lebensverlaufes an. Dabei sollen den jungen Menschen Bedingungen zur Verfügung gestellt werden, die an den individuellen Ressourcen orientiert eine adäquate Weiterentwicklung und Persönlichkeitsentfaltung fördern, die korrigierende Erfahrungen ermöglichen und sie zu einem angemessenen Umgang mit sozialen und gesellschaftlichen Anforderungen hinführen.

Durch die Berücksichtigung grundlegender sowie aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse aus den Bereichen der Pädagogik und Psychologie und durch Beratung, Fortbildung und externer Supervision sichern wir den bei unserer Aufgabenstellung notwendigen fachlichen Standard.

Aufnahmeverfahren

Frühestens ab dem 6 Lebensjahr bis spätestens 14 Lebensjahr,  kann eine Aufnahme im Jugendhilfeverbund Jule GmbH & Co KG „Haus Thielbeer“ erfolgen. Voraussetzung ist ein positives Ergebnis unseres Aufnahmeverfahrens.

Das Aufnahmeverfahren beinhaltet in der Regel wie folgt
  • Zumeist telefonische Aufnahmeanfrage
  • Zusendung aussagekräftiger Unterlagen
  • Nach interner Prüfung Einladung zu einem Vorstellungsgespräch.

Zu diesem Vorstellungsgespräch laden wir die Personensorgeberechtigten, das Jugendamt und den betroffenen jungen Menschen ein. Seitens der Einrichtung nehmen Mitarbeiter/-innen des Teams der vorgesehenen Betreuungsform und die Erziehungsleitung teil.

Hilfeplanung

Nach Aufnahme wird eine Erziehungsplanung auf der Basis des Hilfeplanes erstellt und umgesetzt. Mindestens zweimal pro Jahr laden wir den bereits im Vorstellungsgespräch genannten Personenkreis zu einem Erziehungsplanungsgespräch ein, um den Förderprozess gemeinsam zu reflektieren und fortzuschreiben. In diesen Gesprächen kann zeitgleich auch die Fortschreibung der Hilfeplanung gemäß § 36 SGB VIII erfolgen.

Junge Menschen mit einer manifesten Suchterkrankung, akut suizidgefährdete Menschen und Menschen mit ausgeprägter körperlicher Behinderung können im Jugendhilfeverbund Jule GmbH & Co KG „Haus Thielbeer“ nicht adäquat gefördert und daher nicht aufgenommen werden.

Familienarbeit

Nach dem 8. Sozialgesetzbuch ist die Hilfe zur Erziehung in der Regel angelegt als eine familienunterstützende Hilfe. Familie ist dabei nicht im traditionellen Sinne zu verstehen, sondern umfasst neben den Eltern auch weitere, für das Kind relevante Bezugspersonen.

Diese Bezugspersonen bleiben trotz räumlicher Entfernung psychisch präsent und von bleibender Bedeutung. Nach unserer Auffassung ist eine adäquate Hilfe nur mit Kenntnis des Sozialisationshintergrundes und einer gelungenen Kooperation zwischen der Einrichtung und der Herkunftsfamilie zu gewährleisten.

Vor diesem Hintergrund soll der Kontakt zwischen den jungen Menschen und der Familie während der Betreuungszeit von Anfang an erhalten, verbessert oder geklärt werden. 

Im Laufe der Maßnahme sind bezüglich der Familienarbeit die Schwerpunkte nachstehend aufgeführt:
  • Teilnahme an Erziehungsplanungsgesprächen
  • Gespräche der Mitarbeiter/-innen mit der Familie
  • Besuche in der Einrichtung
  • Einladung zu Festlichkeiten und Aktivitäten
  • Möglichkeit der Teilnahme an Ferienfreizeiten
  • Telefonische Kontakte vor und nach Beurlaubungen
  • Kurzkontakte zum Informationsaustausch
  • Außerplanmäßige Gespräche aus besonderem Anlass
  • Vorbereitung der Reintegration

Im Vorfeld einer geplanten Reintegration können die Beurlaubungen in Bezug auf Häufigkeit und Dauer vermehrt stattfinden. Desweiteren wird immer überprüft, welche Möglichkeiten zur Förderung der Reintegration durch externe Unterstützung angeregt werden können (Erziehungsberatung / Tagesgruppe u. ä.).

Im Rahmen der Nachbetreuung besteht die Möglichkeit einer weiteren Unterstützung der Familie durch die Mitarbeiter/-innen der Einrichtung.

Interne schulische Förderung und berufliche Bildung

Die Kinder und Jugendlichen besuchen je nach Voraussetzung die Regelschulen der Umgebung. Hier sind ortsnah alle Schulformen von der Grundschule, Hauptschule, Realschule und Gymnasium vorhanden. Wenn ein sonderpädagogisches Gutachten ergeben hat, dass eine andere Schulform erforderlich ist, besuchen die Kinder und Jugendlichen die Sonderschule für Lernbehinderte in Salzwedel, oder Heimbeschulung.

In der Heimbeschulung sind zwei Lehrer mit einer Lehrbefähigung sowie Ausbildung zum Erzieher lt. Stellenplan, beschäftigt.

Freizeitmaßnahmen, gruppenübergreifende Freizeitangebot und Erlebnispädagogik

Grundsatz unserer Freizeitarbeit ist, dass die Kinder, Jugendlichen und jungen Volljährigen möglichst in die Angebote der Gemeinwesen vor Ort integriert werden, die in vielfältiger Form (Sportverein, Jugendzentrum, kirchliche Freizeitarbeit usw.) vorhanden sind.

Darüber hinaus bieten wir interne Freizeitangebote an, um entweder die Wahrnehmung der öffentlichen Angebote zu initiieren oder aber sinnvolle und in der Region nicht vorhandene Angebote zu realisieren.

Unsere eigenen Angebote haben einen erlebnispädagogischen Charakter, weil gerade im Rahmen dieser Pädagogik junge Menschen gut zu motivieren sind, ihre Freizeit aktiv zu gestalten und sich den Anforderungen und Zielsetzungen an ihren persönlichen Leistungsmöglichkeiten orientieren können.

Die Freizeitpädagogischen Angebote orientieren sich auch an den Bedürfnissen der jungen Menschen und sind daher Veränderungen unterworfen. 

Mögliche Angebote können sein:
  • Schwimmen
  • Fußball
  • Tischtennis
  • Bogenschiessen
  • Dart
  • Reiten
  • Segeln
  • Angeln
  • Radwandern
  • Kanu
  • Musik
  • Basteln
  • Werken
  • Arbeiten mit und am PC

Darüber hinaus werden in den jeweiligen Betreuungsformen regelmäßige Ferienfreizeiten und Freizeitprojekte durchgeführt.

Maßnahmen der Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung

  • Das Pädagogische Grundverständnis und eine darauf aufbauende, gemeinsam mit der Mitarbeiterschaft erarbeitete Konzeption und deren kontinuierliche Fortschreibung stellen den verbindlichen Rahmen für alle Mitarbeiter/-innen her.
  • Die Personaleinsatzplanung ist flexibel auf die Bedürfnisse der Kinder, Jugendlichen und jungen Menschen abgestimmt.
  • Es erfolgt eine systematische Dokumentation der Entwicklung der jungen Menschen.
  • Dienstbesprechungen und Konferenzen werden dokumentiert.
  • Interne Mitarbeiterfortbildung ist fester Bestandteil der Arbeit. Dies geschieht im Rahmen von Personalkonferenzen und einer mehrtägigen Fortbildung zu ausgewählten Themen pro Jahr.
  • Externe Fortbildung wird in Kooperation mit dem Institut für Fort- und Weiterbildung des Christlichen Jugenddorfwerkes Deutschlands gemeinnütziger e.V., wie auch über andere externe Anbieter im Rahmen von Personalentwicklung gezielt sichergestellt.
  • Für alle pädagogischen Mitarbeiter/-innen besteht die Möglichkeit der externern Supervision.
  • Die Einbindung des Jugendhilfeverbundes Jule GmbH & Co KG in jugendhilfespezifische Verbände (Arbeitsgemeinschaft privater Heime) sichert die fachliche Aktualität.

Festlegungen und Regeln

Wecken 6.00 Uhr
Frühstück von 6.30 Uhr bis 7.00 Uhr
Heimschule
Regelschule
von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr
nach Stundentafel
Mittag von 12.00 Uhr bis 12.30 Uhr
Mittagspause von 12.30 Uhr bis 13.00 Uhr
Hausaufgaben von 14.00 Uhr bis 15.00 Uhr
Kaffee von 15.00 Uhr bis 15.20 Uhr
Tagesangebot von 15.30 Uhr bis 17.30 Uhr
(ist zeitlich nicht gebunden, max. 2 Stunden, mind. 1 Stunde)
Ämter von 18.00 Uhr bis 18.30 Uhr
Abendbrot von 18.30 Uhr bis 19.00 Uhr
Tagesreflexion von 18.30 Uhr bis 19.00 Uhr
Tagesreflexionen können auch nach dem Abendbrot stattfinden.
Nachtruhe 21.00 Uhr
Am Freitag nach Vereinbarung
  Samstag Sonntag
Wecken 9.00 Uhr 9.30 Uhr
Frühstück 9.00 Uhr bis 10.00 Uhr 9.30 bis 10.30 Uhr
Objektreinigung 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr Angebote
Mittag 12.30 Uhr bis 13.00 Uhr 12.30 Uhr bis 13.00 Uhr
Projekte 13.00 Uhr bis 18.00 Uhr Freizeit
Kaffee 15.30 Uhr bis 16.00 Uhr 15.30 Uhr bis 16.00 Uhr
Abendbrot 18.00 Uhr bis 19.00 Uhr 18.00 Uhr bis 19.00 Uhr
Tagesreflexion 18.00 Uhr bis 19.00 Uhr
Tagesreflexionen können auch nach dem Abendbrot stattfinden.
18.30 bis 19.00 Uhr
Tagesreflexionen können auch nach dem Abendbrot stattfinden.
Nachtruhe nach Vereinbarung 21.00 Uhr
Ferien Für die "Schulzeiten" werden erlebnispädagogische Aktivitäten geplant und veranstaltet. Die Tagesangebote entfallen und werden durch erlebnispädagogische Projektarbeit ersetzt. Der strukturierte Tagesablauf entspricht dem Obigen.
Ausleihen von Spielen und Sportgeräten 15.30 Uhr bis 20.30 Uhr
Ämterdienste Alle Ämter sind bis 19.00 Uhr erledigt.
Die Abnahme erfolgt durch den Erzieher. Fernsehraumöffnung erst nachdem alle Ämter erledigt sind. (In den Ferien und an Feiertagen gelten individuelle Regelungen)
Zimmerreinigung täglich
Morgens Bett machen, Sachen wegräumen, Fenster zum Lüften öffnen. Abends, wenn nötig, fegen und Papierkorb entleeren, Sachen für den nächsten Tag bereitlegen.
Ämterdienste (nach Ämterplan)
Küche 2 Kinder
Tischdecken, abräumen, abwaschen, abtrocknen, fegen, wischen, Abfall rausbringen
Bad1 1 Kind
Toilette, Spiegel und Waschbecken säubern, Fußboden fegen und wischen
Bad2 1 Kind
Toilette, Spiegel und Waschbecken säubern, Fußboden fegen und wischen
Gruppenraum 1 Kind
Fußboden fegen, Staub wischen, Blumen gießen, Abfall rausbringen
Flur und Treppe 1 Kind
fegen und wischen
Eingang und Außendienst 2 Kinder
Papier und Unrat sammeln und entsorgen, fegen
Tier füttern 1 Kind
Sonnabend Außenanlagen pflegen, Straße fegen und Zimmer wischen.
  Die Reinigung wird separat durch eine Hauswirtschafterin unterstützt und ergänzt. Die pädagogischen Kräfte greifen unterstützend und anleitend bei der Ämterdurchführung mit ein.
Ausgangszeiten Nach Absprache mit dem diensthabenden Erzieher, oder frühestens nach dem Tagesangebot (bis spätestens 20.30 Uhr). Zu den Mahlzeiten sind alle Bewohner im Haus.
Besuche von Freunden Nur nach Absprache mit dem Erzieher im Haus!
Ende der Besuchszeit: 20.00 Uhr
Wäschezeiten Bettwäschewechsel 14tägig
Sonntag (nach dem Frühstück)
Wäsche waschen Dienstag und Freitag
Wäscheabgabe: 6.30 Uhr
Wäscheempfang: 19.00 Uhr
Elternkontakte/Familienkontakt
(Ausnahmen nach individueller Vereinbarung in begründeten Fällen)
Besuchstag: Letzter Sonntag im Monat (Elternbesuchstag)
Telefonate: Mittwoch (Eltern können anrufen) 16.00 Uhr bis 20.30 Uhr
Beurlaubungen: Laut Hilfeplan
Taschengeldauszahlung Dienstag und Freitag
ab: 15.00 Uhr bis 15.30 Uhr
Arztbesuche Werden organisiert.